Aktuelles im IPSL

Hana Šmahelová schreibt über das Buch Tvořeni literaturou (6. 5. 2026)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Hana Šmahelová über das Buch Tvořeni literaturou. Společné dějiny česky a německy psané literatury českých zemí (1780–1920) (hgg. von Václav Smyčka und Václav Petrbok, Prag, 2024): „Die gemeinsame Geschichte hat die traditionelle, linear strukturierte Darstellung, die von einer einheitlichen Idee getragen wird, hinter sich gelassen, ohne jedoch auf die gemeinsame ‚neue Perspektive‘ zu verzichten, die mithilfe des Konstrukts des bürgerlichen Subjekts abgesteckt wurde. Die soziologisch-philosophischen Koordinaten dieses Modells wurden gewählt, um in der Geschichtsbetrachtung die alten (nach Ansicht der Autoren politischen und ideologischen) ‚nationalen Rahmen‘ zu ersetzen.“

Manfred Weinberg schreibt über das Buch France/Kafka. An Author in Theory (22. 4. 2026)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Manfred Weinberg über das Buch France/Kafka. An Author in Theory von John T. Hamilton: „Indem er sich auf die französische Rezeption fokussiert, entgeht er der Notwendigkeit, eine eigene Interpretation der Texte vorzulegen. Dennoch wird durch die referierten Lektüren der vielen französischen Schriftsteller, Philosophen und Theoretiker der ‚Horizont‘ Kafka in all seiner Widersprüchlichkeit und Abgründigkeit sehr gut ausgeleuchtet.“

Rudolf Illový schrieb über Prager deutschen Dichter (10. 4. 2026)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums stellt Václav Petrbok den Text Pražští němečtí básníci [Prager deutsche Dichter] und seinen Autor – den Publizist, Literaturhistoriker, Dichter und Übersetzer Rudolf Illový (1881–1943) vor: „Illový hat die besondere Einbildungskraft der Prager deutschen Autoren – ihre Faszination für das Fantastische und Bizarre – richtig erkannt, interpretiert sie jedoch als Verzerrung der Realität und nicht als ästhetisches Programm der Moderne.“

Petr Mareš schreibt über das Buch Vielsprachigkeit der Sprache (19. 3. 2026)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Petr Mareš über den Sammelband Vielsprachigkeit der Sprache. Mehrsprachigkeit in den slavischen Literaturen (Tübingen: Narr Francke Attempto, 2025), herausgegeben von Anja Burghardt und Eva Hausbacher: „Von besonderer Bedeutung sind die theoretischen und methodologischen Rahmenbedingungen, die die Autoren anwenden und damit auch deren Anwendbarkeit testen. Als angemessener Ausgangspunkt erscheinen Bachtins Polyphonie und Dialogizität, die die Heterogenität der Stimmen, Pluralität und Polyvalenz betonen, aber auch neu entwickelte Konzepte der interkulturellen Literaturwissenschaft oder der postkolonialen Studien.“

Mirek Němec schreibt über zwei Bücher, die der Persönlichkeit Louis Fürnbergs gewidmet sind (25. 2. 2026)

Im neuen Beitrag des deutsch-tschechischen E*forums schreibt Mirek Němec über zwei Veröffentlichungen der Jenaer Germanisten Ulrich Kaufmann und Harald Heydrich, die der Persönlichkeit Louis Fürnbergs gewidmet sind („Hier ist ein Dichter, hört nur!“ Louis Fürnberg. Texte zu Leben und Werk [2021] und Das schöne Weimar? Louis Fürnbergs letzte Jahre [2022]): „Beide Herausgeber erklären in ihren Vorworten zu beiden Bänden, sie seien bestrebt, das spezifische Werk und die Tragödie des Lebens von Louis Fürnberg in dessen ,widersprüchlicher Ganzheit‘ zu beleuchten und auf die ganze Bandbreite der Probleme und Konflikte hinzuweisen, in die er während seines Lebens verwickelt war. Das ist sicherlich ein begrüßenswertes und lobenswertes Vorhaben, das jedoch nicht leicht zu verwirklichen ist.“

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